KAVA-Wissenschaft: Aktueller Stand zur Toxizität und Sicherheit von KAVA

Dr. Vincent Lebot: Weltweit anerkannter KAVA-Experte erläutert den Zusammenhang bezüglich der richtigen Auswahl der KAVA-Pflanze als Ausgangsmaterial für Extrakte

Dr. Vicent Lebot zur Frage, warum es noch immer Warnungen vor KAVA gibt:

 

„Die wissenschaftlichen Daten bestätigen nicht die Toxizität von Kava“

Dr. Lebot betrachtet Warnungen vor einer Toxizität von Kava als „Internet Hype“, der auf keinen wissenschaftlichen Grundlagen basiert. Die in Deutschland beobachteten einschlägigen Fälle seien auf die Verwendung eines Extraktes mit unklarer, aber auf jeden Fall nicht der Qualitätsdefinition von Kava entsprechender Zusammensetzung zurückzuführen. Bei anderen Fällen hätten vermutlich Alkohol oder lebertoxische Begleitmedikamente eine ursächliche Rolle gespielt – ein eindeutiger Zusammenhang mit Kava könne in keinem dieser Fälle erstellt werden. Ein Grund für die beobachtete vehemente Ablehnung von Kava sei nicht zu erkennen. Dr. Lebot sieht als grundlegende Ursache Abweichungen von der Qualität wie die Verwendung von Kava-Rinde mit potenziell toxischen Inhaltstoffen. Solche Zubereitungen seien kein Kava, hier habe die Qualitätskontrolle versagt. Wichtig sei, dass ausschließlich die unterirdischen Pflanzenteile von traditionell als „gut“ bekannten Kavasorten als Ausgangsmaterial verwendet werden – Firmen und Händler, die das nicht beachten, würden den guten Namen von Kava in den Schmutz ziehen. Dr. Lebot ist überzeugt: Qualitativ richtiges Kava ist sicher.

Dr. Vincent Lebot: Scientific evidence does not support claims of kava toxicity. Veröffentlicht am 03.11.2013
Recorded by Andrew Procyk at the Department of Agriculture, Port Vila, Vanuatu. August 16, 2013, Special Thanks to Dr. Vincent Lebot,  The Vanuatu Department of Agriculture  and The Republic of Vanuatu.

„Dr. Vincent Lebot warnt vor TWO-DAY KAVA!“

Die Beobachtung von Fallberichten zu Lebertoxizität in Europa hat bei Wissenschaftlern Diskussionen ausgelöst, insbesondere weil aus mehr als 1000 Jahren Erfahrung mit dem Trinken von Kavazubereitungen im Südpazifik keinerlei Hinweise auf toxische Effekte bekannt waren. Dr. Lebot führt diese Diskrepanz darauf zurück, dass Händler aus Europa Pflanzenmaterial aus dem Südpazifik beschafften, das eben nicht der lokalen Definition von Kava entsprach. Aus „Two-day-Kava“ sei mit Hilfe von Aceton ein Extrakt herstellt und als „Kava“ vertrieben worden, obwohl dies nicht der pazifischen Tradition entsprach. In den letzten Jahren seien in solchen Two-day-Kava-Extrakten, nicht aber in gutem Kava („Noble Kava“) potenziell toxische Stoffe gefunden worden, darunter die Substanzen Flavokavin B und Pipermethystin (was nur in der sonnenbeschienenen Stammrinde vorkommt, die ihrerseits aber traditionell nicht verwendet wird), oder Schimmelpilzgifte, die einer Qualitätskontrolle auffallen müssten. Laut Dr. Lebot ist es nicht sicher, dass Flavokavin B wirklich toxisch ist – entsprechende Belege wurden nur in Zellkulturexperimenten erbracht – er selbst würde aber Two-Day-Kava-Zubereitungen auf keinen Fall zum Konsum empfehlen.

Kommentar Dr. Schmidt: Inzwischen gibt es klare analytische Vorgaben zur Unterscheidung von gutem und schlechtem Kava – eine Situation wie im Jahr 1999, als die Hersteller ethanolischer Extrakte aus noble Kava von den Auswirkungen der Aktivitäten eines einzigen Unternehmens überrollt wurden, sollte sich damit nicht mehr wiederholen.

 

 

Dr. Vincent Lebot recommends against drinking tuday kava

Veröffentlicht am 23.09.2013

Recorded by Andrew Procyk at the Department of Agriculture, Port Vila, Vanuatu.
August 16, 2013 Special Thanks to Dr. Vincent Lebot, The Vanuatu Department of Agriculture and The Republic of Vanuatu.

Buch: „BUVEURS de KAVA “ (deutsch KAVA-TRINKER)

(Französisch) Gebundene Ausgabe – 1. April 2014 von Patricia Siméoni (Autor), Vincent Lebot (Autor), ISBN 978-2-9533362-3-8

Dieses Werk deckt Erkenntnisse aus mehreren Forschungsdisziplinen (Botanik, Genetik, Landwirtschaft, Ökonomie, Pharmakologie, Chemie und vor allem Geographie) zum Thema Kava in all seinen Facetten auf 361 Seiten, 77 Karten und Abbildungen, 415 Farbabbildungen und mehr als 500 Bibliographischen Quellenangaben ab, ebenso wie Jahrzehnte der praktischen Erfahrung.

Kava ist eine wichtige Säule der Kultur der Pazifikinseln. Kava ist einzigartig, es existiert ausschließlich dort. Es ist die kulturelle Verbindung zwischen den Bevölkerungen Melanesien, Polynesien und Mikronesiens, die Kava nach ihren eigenen kulturellen Präferenzen anbauen, verarbeiten und trinken. Diese in einer weitläufigen geografischen Zone besonders herausragende Pflanze ist auch ein Ausdruck unterschiedlicher lokaler Identität. Kava ist der beste Zugang zum Verständnis der komplexen kulturellen Zusammenhänge der Inseln des Südpazifik, und war und ist wesentlich an der Entwicklung der Gesellschaften beteiligt.

Die entspannenden und stresslösenden Effekte haben frühzeitig das Interesse der Wissenschaft geweckt: Kava als Arzneimittel hat aufgrund seiner ausgeprägten Effekt bei gleichzeitig sehr guter Anwendungssicherheit deutliche Vorteile gegenüber alternativen Therapieformen. Die klinischen Erfahrungen sprechen diesbezüglich ihre eigene Sprache.

 

 

„Buverurs de KAVA“ von Patricia Simeoni und Vincent Lebot

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